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Topic: Das Zebra-Programm: News und Details
In diesem Topic sind folgende Beiträge:



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Open-Air: Pfalzgarten: Sztuczki - Kleine Tricks (dt. Fassung)
3528 Aufrufe
 
 
Unter einem Himmel voller Tauben vertreibt sich der siebenjährige Stefek (Damian Ul) die ereignislosen Sommertage zwischen alten Bahngleisen und vorbeirauschenden Zügen. Meistens im Alleingang. Während er die viel beschäftigte Mutter selten sieht und die Schwester Elka (Ewelina Walendziak) neben dem Job Italienisch für eine bessere Stelle lernt, setzt Stefek sich am Bahnhof sein eigenes Ziel in den Kopf: Einer der Pendler, der jeden Tag dort den Zug wechselt, kann nur sein Vater sein. Und der muss zur Familie zurückgelockt werden. Aber wie? Zurückhaltend hilft Elka der Phantasie des kleinen Bruders auf die Sprünge, indem sie dem Verlauf der alltäglichen Dinge hier und da eine trickreiche Wendung gibt. Stefek nimmt sich daran ein Vorbild und beschließt, genauso das Schicksal mit seinem Taschengeld zu bestechen, damit es den Vater am Bahnhof festhält. Wenigstens für ein paar weitere Augenblicke des magischen Spiels mit dem Zufall, das am Ende erfolgreich aufzugehen scheint.



Zögerlich und wie von selbst entfalten sich die Ereignisse in dem Rahmen, den Elka und Stefek ihnen bereiten. Dieselbe Freiheit, ihren Raum bedacht und selbstsicher einzunehmen, gewährt Regisseur Andrzej Jakimowski seinen Figuren in ihrer unfreiwillig idyllischen Kleinstadt im Nirgendwo, die er in wenigen verstreuten Ecken als die Welt eines Siebenjährigen einfängt. Deren Stille ist nicht diejenige einer gedankenlosen Nostalgie eines erwachsenen Publikums, sondern spricht oft wortlos und bildreich nicht nur von Stefeks letztlichem Unverständnis von dem, was er Schicksal nennt.

Polen 2007; 96 min; Regie und Drehbuch: Andrzej Jakimowski; mit: Damian Ul, Ewelina Walendziak, Rafal Guzniczak u.a.; FSK: O.A.

Spieltermin: Freitag, 20. August / Pfalzgarten
Wir zeigen den Film in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Konstanz zum Thema Glück.

Das Zebra-Programm: News und Details

  
 
 
geschrieben von: tg
am Sonntag, 08. August 2010

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Open-Air: Pfalzgarten: Alice im Wunderland
4024 Aufrufe
 
 
Auf einen Tee zum Hutmacher oder ein bisschen Philosophieren mit der rauchenden Raupe? Heute Nacht ist alles möglich.



Wer kennt sie nicht, die Kindergeschichte von der kleinen Alice, die durch einen Kaninchenbau ins Wunderland gelangt und dort fantastische Abenteuer erlebt? Doch nicht nur wir sind inzwischen erwachsen geworden, sondern auch Alice. Der Film knüpft an die Erzählung Lewis Carrolls an und zeigt die Protagonistin als junge Erwachsene (Neuentdeckung Mia Wasikowska), die vor dem Heiratsantrag eines Lords flüchtend in den berühmt-berüchtigten Kaninchenbau fällt.

Das ist der Beginn eines zweiten Abenteuers im Wunderland. Dort hat sich jedoch seit ihrem letzten Besuch einiges geändert: Die rote Königin (Helena Bonham Carter mit überdimensionalem Kopf) hat die Macht an sich gerissen und regiert das Land mit strenger Hand. Die unterdrückten Bewohner benötigen Alices Hilfe, denn sie ist laut Prophezeiung die Auserwählte, die den bösen Drachen der Despotin töten kann. Unterstützt von der weißen Königin (Anna Hathaway als princesse par excellence) soll sie den Kampf führen. Doch Alice kann sich nicht erinnern je dort gewesen zu sein und glaubt sich in einem Traum: Ist sie die Ausererwählte, die „richtige“ Alice?
Ihr alter Freund, der verrückte Hutmacher (Johnny Depp als wahre Freude für jeden Visagisten), versucht Alice vor der bösen Königin zu beschützen, gerät jedoch selbst in Gefangenschaft. Zur Befreiung entschlossen, schleicht sich Alice am Hofe der roten Königin ein.

Sympathisch skurrile Charaktere, quitschbunte und bedrohliche Fantasiewelten, Wachstumspralinen und Schrumpfwässerchen, überdimensionale Ritter, exzentrische Königinnen, Liebe zum Detail und Johnny Depp – voilà ein gut animierter Tim Burton Film nach unserem Geschmack!
Und wo besser diesen Leckerbissen genießen als unter freiem Himmel? Eilt herbei ins Wunderland – resp. Open Air Kino!
Aber Vorsicht vor den unsichtbaren Katzen, die gern Süßes naschen!

(Alice in Wonderland)
USA 2009; 108 Min; Regie: Tim Burton; Buch: Linda Woolverton und Lewis Carroll; Mit: Johnny Depp, Mia Wasikowska, Helena Bonham Carter, u.a.; dt. Fassung; FSK ab 12.

Spieltermin: Samstag, 7. August / Pfalzgarten
Wir zeigen den Film in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Konstanz zum Thema Glück.

Das Zebra-Programm: News und Details

  
 
 
geschrieben von: tg
am Sonntag, 01. August 2010

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Open-Air: Neuwerk: Das Kabinett des Doktor Parnassus
3617 Aufrufe
 
 
Die Partygäste eines Londoner Clubs staunen nicht schlecht, als sie im Hinterhof der Discothek ein kleines, obskures Wandertheater erblicken. Seit vielen Jahren tingeln der hoffnungslos unmoderne Dr. Parnassus (Christopher Plummer) und seine wunderliche Truppe mit ihrem ramponierten Wohn- und Theaterwagen durch den Untergrund des pulsierenden Herzens Londons. Immer auf der Hut vor dem Leibhaftigen (Tom Waits), doch stetig auf der Suche nach willigen Seelen. Seelen, die sich am Einfachsten an vergessenen Orten finden lassen. Seelen, denen Abend für Abend im fantastischen Kabinett des Dr. Parnassus eine unvergessliche Reise in die eigene Vorstellungswelt angeboten wird. Den Volltrunkenen dieser Nacht erscheint das Ensemble zurecht völlig deplatziert und altertümlich. Allen voran der umherhüpfende Schauspieler, der ihnen einen geheimnisvollen Zauberspiegel als Hauptattraktion anpreisen will. Noch lachen sie, veralbern die Theatertruppe, stürmen die Bühne und entern das kleine, gebrechliche Wunderkabinett. Als aber einer der gröhlenden Zuschauer nach dem Tumult spurlos verschwunden scheint, verhallt auch das Gelächter...



Erneut steht ein Gilliam-Projekt kurz vor dem Aus, als einer seiner Hauptdarsteller (Heath Ledger) plötzlich verstirbt. Erneut berappelt sich der meisterliche Geschichtenerzähler und schlägt dem „Tod“ auf allen Ebenen ein Schnippchen: Gilliam ersetzt nicht heimlich einen Schauspieler, sondern inszeniert diesen Umstand zu einem der Hauptstränge seines Märchens. Ein Märchen, das in gilliamscher Manier „die fantastische Imagination“ einer harten und kruden Realität zum Fraß vorwirft. Einzig die Vorstellungskraft und Phantasie des Zuschauers vermögen es, seinen bildgewaltigen und leinwandsprengenden Bilderrausch zu retten. Kaum ein Regisseur nutzt die „Traumfabrik“ als Spielwiese sprichwörtlicher als Gilliam. Wie die Welt des Alter Ego Doktor Parnassus kann das Kino-Universum nur existieren, solange Freidenker wie Gilliam ihre Geschichten erzählen.

(The Imaginarium of Doctor Parnassus)
F/K/GB 2009; 122 Min.; Regie: Terry Gilliam; mit: Johnny Depp, Heath Ledger, Jude Law, Colin Farrell, Christopher Plummer, Tom Waits u.a.; FSK: Ab 16

Spieltermin: Donnerstag, 5. August / Neuwerk

Das Zebra-Programm: News und Details

  
 
 
geschrieben von: tg
am Sonntag, 01. August 2010

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Open-Air: Rheinstrandbad: A single Man
2440 Aufrufe
 
 
Knallbunt und doch unterkühlt ist das Erstlingswerk des amerikanischen Modedesigners Tom Ford. Mehr noch: statisch, maßgeschneidert, langsam und – inmitten des durchgestylten 60er-Jahre-Settings – magisch. Es ist eine Magie des Subtilen, die sich in Colin Firths Mimik oder in pointiert glühenden Technicolor-Farben zu erkennen gibt. So sehr die Farben auch an Campari-Werbung erinnern, so ernst ist doch der Grundtenor des Films, der den Zuschauer an einem Tag im Leben des Literaturprofessors George Falconer teilhaben lässt.



Wer sich schon morgens die Pistole zum Selbstmord bereit legt, der erwartet nicht mehr viel vom Rest des Tages. Falconer erwartet sowieso nicht mehr viel vom Leben, seit er Jim, seinen Geliebten, durch einen Autounfall verloren hat. Immer wieder wird er zum Gefangenen seiner Vorstellungskraft, die ihm den Tod Jims vorführt oder ihn in die Kindheit zurückversetzt. Den Tag durchläuft er wie auf Schienen; Gefühlsregungen ebenso wie Kameraschwenks sucht der Zuschauer (fast) vergeblich.
Die Schauplätze, die Ausstattung der Schauspieler, ja die Charaktere selbst sind dem strikten Dresscode des Regisseurs unterworfen.

Einige Kritiker setzen sogleich artifiziell mit herzlos/langweilig/ohne Aussage gleich. Der pseudo-objektive Rezensent kann da nur vehement protestieren, aber warum nur?! Wie sollen mehrdeutige Worte das beschreiben, was nicht einmal die Bilder preisgeben? Es ist etwas, das man mit einem Fingerschnipsen noch am Treffendsten beschreiben kann. In all seiner Künstlichkeit, die durch den reduzierten Plot und die statischen Einstellungen nicht gerade gemildert wird, wirkt der Film nie herzlos. Colin Firth (dem hier oft genug „die Rolle seines Lebens“ attestiert wird) hat doch immer noch ein Augenzwingern für uns übrig. Und wenn ein George Falconer, der aussieht wie Marcello Mastroianni in seinen besten Jahren, neben einem Hispano-James-Dean an einem Auto lehnend Zigaretten raucht, dann kriegt Tom Ford auch den letzten Cineasten rum.

USA 2009; 99 MIN; REGIE: TOM FORD; DREHBUCH: TOM FORD (NACH EINEM ROMAN VON CHRISTOPHER ISHERWOOD); MIT: COLIN FIRTH, JULIANNE MOORE, MATTHEW GOODE U.A.; FSK: AB 12

Spieltermin: Samstag, 31. Juli / Rheinstrandbad

Das Zebra-Programm: News und Details

  
 
 
geschrieben von: tg
am Montag, 26. Juli 2010

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Open-Air: Rheinstrandbad: Crazy Heart
2590 Aufrufe
 
 
Scott Cooper zeichnet mit Crazy Heart ein filigranes Portrait mit großer Hingabe zum Detail. Dabei begleitet man den Kette rauchenden und dem Hochprozentigen nicht abgeneigten Countrysänger Bad Blake.



Die Erzählung greift mitten auf seinem Weg vom verehrten, aber blasierten Star hin zu einem gebrochenen Mann ein. Dabei lebt Blake einen Traum. Mit Songs aus der Zeit seines kreativen Schaffens verdient er immer noch sein Geld. Einst gefüllte Hallen verkommen zu kleinen Clubs und Bars. Die Lieder griff er damals mitten aus dem Leben, motiviert sich jedoch nicht dazu, wieder zu schreiben. Bei einem Gig in Santa Fe begegnet er der Journalistin und allein erzihenden Mutter Jean Craddock, die ganz nach seinem Sinne ist. Er verliebt sich in sie, schenkt der aufkeimenden Liaison jedoch weder Hoffnung noch engagiert er sich ernsthaft für die Zweisamkeit. Die vom Leben gezeichnete Jean gibt ebenfalls wenig auf den Sänger, dennoch bandeln beide enorm divergierenden Charaktere miteinander an.

Erst nach einem Unfall, Krankenhausaufenthalt und einem Vertrauensbruch gegenüber Jean vollzieht sich ein eklatanter Wandel Bad Blakes. Die Journalistin wendet sich vom Musiker ab und schafft seiner Kreativität so den melancholischen Nährboden. Blakes ehemaliger Protegé Tommy Sweet, der seinen Lehrer gemessen am Erfolg überholt, spielt dessen neuen Song in einer ausverkauften Halle. Begeisterung erfüllt die Menge nach Beendigen des Lieds und malt Zufriedenheit in die Gesichter von Songschreiber, vortragendem Musiker und dem Produzenten.

Den Film durchdringen die Themen Respekt, Resignation und Erfolg. Cooper führt dabei Glück wie Niederlage eng aneinander und bewegt die Handlung auf sehr dünnen Pfaden, die fortwährend zu kippen droht. Der Soundtrack flimmert mit whiskeygesäumter Kehle unmittelbar in die Gehörgänge. Die gelungene Synthese der Songs und des visuellen Arrangements bilden einen Sog, der den Betrachter unweigerlich in das Geschehen einfühlen lässt. Die Verfilmung des Romans von Thomas Cobb markiert das Regiedebüt Scott Coopers, das ihm zwei Oscars und zwei Golden Globes einbrachte.

USA 2009; 110MIN.; REGIE: SCOTT COOPER; MIT: JEFF BRIDGES, MAGGIE GYLLENHAAL, ROBERT DUVAL, RYAN BINGHAM U.A.; FSK: AB 6

Spieltermin: Freitag, 30. Juli / Rheinstrandbad
Wir zeigen den Film in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Konstanz zum Thema Glück.

Das Zebra-Programm: News und Details

  
 
 
geschrieben von: tg
am Montag, 26. Juli 2010

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