Franz Kafkas Romanfragment „Amerika“ (auch: „Der Verschollene“) wurde in dem Film Klassenverhältnisse zum ersten Mal auf die Leinwand gebracht.
Der 16-jährige Karl Roßmann wird von seinen Eltern nach Amerika geschickt, weil ihn ein Dienstmädchen verführte und ein Kind von ihm bekam. Seine Bemühungen, sich in der Zivilisation der „Neuen Welt“ mit ihren rationalisierten Arbeitsmethoden zurecht zu finden und sich im Konkurrenzkampf gegen ungerechte Behandlungen und Übervorteilungen zu behaupten, schlagen immer wieder fehl.
Der Film wurde mit der Absicht gemacht, ein Verhältnis aus heutiger Zeit zu dem Text zu finden. Doch den Regisseuren ging es „überhaupt nicht darum, einen Text zu interpretieren. Keineswegs. Wir wollen keine Spur von Interpretation, wir wollen einen Text ganz… Wir sind keine Künstler! Wir sind Filmemacher! Es geht uns darum, einen Text vorzutragen. Schluß! Den Leuten, die ihn nicht gelesen haben oder die ihn schlecht gelesen haben oder sogar die ihn gut gelesen haben… über bestimmte Körper, Körperdarsteller zu bringen. Das ist alles.“
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