Eines schönen Tages, die große Herde der stattlichen, anmutigen und großartigen Zebras graste friedlich nebeneinander, stellte eines unter ihnen überrascht fest, dass es andersherum gestreift war. Doch das bekümmerte das que(e)rgestreifte Zebra wenig, denn es fühlte sich in der Herde sehr wohl. Doch eines Tages hörte es, dass es im Zebra Kino ein Filmfestival namens „Que(e)rgestreift“ gibt. Da erwachte in ihm das Bedürfnis, dorthin zu gehen.
So machte sich das Zebra auf den langen langen Weg zum Kino am Ende der Steppe, wo es mit Erstaunen feststellte, dass es außer ihm noch zahlreiche weitere que(e)r- und sonstiggestreifte Tiere gab! Hatte es doch bisher gedacht, das einzige zu sein.
Begeistert mischte sich das Zebra unter die anderen Que(e)rgestreiften und genoss in deren Gesellschaft die que(e)ren Filmstreifen auf der Leinwand.
Es wusste nicht ganz genau warum es sich hier so wohl fühlte – vielleicht aber weil das que(e)rgestreifte Zebra hier ausnahmsweise nicht aus dem Muster fiel.
Nach diesem ereignisreichen Tag kehrte das Zebra gerne zu seiner Herde zurück – mit der Gewissheit, dass es nicht das einzige que(e)rgestreifte Tier war und dass ihm die que(e)rgestreifte Welt jederzeit offen stand.
Zufrieden schloss es die Augen und schlummerte auf einem weichen Büschel Steppengras ein.
Und wenn es nicht gestorben ist, so que(e)rstreift es noch heute durch die unendlichen Weiten der Steppe…
lm/bg