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Direkt zum Monatsprogramm:
September/ Oktober Programm
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Seit einiger Zeit sind sogenannte bromances, also verdächtig enge Männerfreundschaften, die haarscharf an der Liebesbeziehung vorbeischrappen, gern und oft gesehenes Thema im Hollywood wie im Independent-Kino – beispielsweise in Forgetting Sarah Marshall, Humpday, I love you, Man, Clerks etc.
Plan B geht einen Schritt weiter, denn er erzählt die Geschichte zweier Heteros, die sich ineinander verlieben. Als Bruno von seiner Freundin Laura für den schüchternen Pablo verlassen wird, schmiedet er einen auf den ersten Blick völlig abwegigen Racheplan: er freundet sich mit Pablo, der angeblich bisexuell ist, an und versucht ihn zu verführen, um dadurch die Beziehung zu sabotieren. Womit er nicht gerechnet hat, sind seine eigenen, überraschend heteroflexiblen Gefühle.

Der Kunstgriff des Films ist die hohe Authenzitität, mit der er seine simple Geschichte erzählt. Das überaus realistische Spiel der Hauptdarsteller Manuel Vignau und Lucas Ferraro, die wie improvisiert wirkenden Dialoge, das stets nachvollziehbare, langsame Akzeptieren der ungewohnten gleichgeschlechtlichen Zuneigung machen Plan B zu einem der schönsten Liebesfilme der letzten Zeit. Und natürlich ist er meilenweit von der piefigen Homo-Panik der oben genannten Beispiele entfernt, die in Zeiten des post-gay und Metrosexualität nur noch gestrig wirkt.
Wir zeigen Plan B u.a. anlässlich der CSD-Party am 11.09. mit dem DJ-Set Die Genialen Tanten!
Plan B (OmU)
Argentinien 2009
Buch und Regie: Marco Berger, mit: Manuel Vignau, Lucas Ferraro, Mercedes Quinteros, u.a., Länge: 103 min.
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geschrieben von: tg am Mittwoch, 08. September 2010
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geschrieben von: tg am Montag, 23. August 2010
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… werden kürzer, das Zebra – eigentlich milde afrikanische Temperaturen gewöhnt – bezieht nach glücklichen Wochen unter den Sternen die alten Hallen und nimmt das Leben mit. Der September kommt und mit ihm eine unerhörte Auswahl an allerhand cineastischen Wundern.
Gleich am Anfang (9.–13.09) geht es los mit Plan B und der legendären CSD Party am 11.9. Startschuss – und dann? (Un)bekannte Sprachen, fremde Kulturen, Verlorenes und Neuentdecktes. Der Fokus America Again geht in die finale Phase mit Beeswax (16.–20.9) und Humpday (15.–18.10), gleichzeitig wenden wir unseren Blick von Westen nach Osten und widmen dem neuen türkischen Kino eine sechsteilige Reihe, beginnend mit Iklimle (23.–27.9), Kader (1.–4.10), Schiffe aus Wassermelonen (7.–11.10) und Tatil Kitabi (14.–18.10). Das Sprachlabor mischt sich ein und mit, im Gepäck niederländische Bosheit: Die Beschissenheit der Dinge (30.9.–11.10) handelt von – Überraschung – der Beschissenheit der Dinge. Optimistischer und ruhiger dafür das aktuelle Kino: Eine Karte der Klänge von Tokio (17.–27.9) mit ungewohnten Blicken auf bekannte Großstadtkulissen und Gentlemen Broncos (21.–28.10) – Filmwitz und Irrwitz dicht beieinander.
Noch nicht genug? Jung, deutsch und an den menschlichen Grenzen: Bergfest (22.–25.10) trifft auf kindlich fidel: Petterson & Findus (19.9), auf der anderen Seit spielt Jazz – Nanook (27.10) und Männer verlieren sich im Schneewestern – Die Rebellion von Kautokeino (2.11). Und zum Schluss, aber natürlich nicht zuletzt endet der Oktober mit einem Lobgesang auf die kurzen Meisterwerke, gezeigt werden Kurzfilme aus einem universitären Projekt (26.10), Höhepunkte aus den Festivals der letzten Jahre beim vor.spiel (12.10) und am Wochenende vom 30sten auf den 31sten ist es endlich so weit: die konstanzer kurz.film.spiele_1.7.
Was kann man sich noch zu all dem wünschen?
Eine Antwort frei mit Schopenhauer: Es wäre gut, Filme zu zeigen, wenn man die Zeit, sie zu sehen,
mitkaufen könnte…
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geschrieben von: tg am Montag, 23. August 2010
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Unter einem Himmel voller Tauben vertreibt sich der siebenjährige Stefek (Damian Ul) die ereignislosen Sommertage zwischen alten Bahngleisen und vorbeirauschenden Zügen. Meistens im Alleingang. Während er die viel beschäftigte Mutter selten sieht und die Schwester Elka (Ewelina Walendziak) neben dem Job Italienisch für eine bessere Stelle lernt, setzt Stefek sich am Bahnhof sein eigenes Ziel in den Kopf: Einer der Pendler, der jeden Tag dort den Zug wechselt, kann nur sein Vater sein. Und der muss zur Familie zurückgelockt werden. Aber wie? Zurückhaltend hilft Elka der Phantasie des kleinen Bruders auf die Sprünge, indem sie dem Verlauf der alltäglichen Dinge hier und da eine trickreiche Wendung gibt. Stefek nimmt sich daran ein Vorbild und beschließt, genauso das Schicksal mit seinem Taschengeld zu bestechen, damit es den Vater am Bahnhof festhält. Wenigstens für ein paar weitere Augenblicke des magischen Spiels mit dem Zufall, das am Ende erfolgreich aufzugehen scheint.

Zögerlich und wie von selbst entfalten sich die Ereignisse in dem Rahmen, den Elka und Stefek ihnen bereiten. Dieselbe Freiheit, ihren Raum bedacht und selbstsicher einzunehmen, gewährt Regisseur Andrzej Jakimowski seinen Figuren in ihrer unfreiwillig idyllischen Kleinstadt im Nirgendwo, die er in wenigen verstreuten Ecken als die Welt eines Siebenjährigen einfängt. Deren Stille ist nicht diejenige einer gedankenlosen Nostalgie eines erwachsenen Publikums, sondern spricht oft wortlos und bildreich nicht nur von Stefeks letztlichem Unverständnis von dem, was er Schicksal nennt.
Polen 2007; 96 min; Regie und Drehbuch: Andrzej Jakimowski; mit: Damian Ul, Ewelina Walendziak, Rafal Guzniczak u.a.; FSK: O.A.
Spieltermin: Freitag, 20. August / Pfalzgarten
Wir zeigen den Film in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Konstanz zum Thema Glück.
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geschrieben von: tg am Sonntag, 08. August 2010
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Konstanzer kurz.film.spiele
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